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CASED stellt vor....
Dr. Martin Steinebach
Dr. Martin Steinebach ist Leiter des Forschungsbereiches „Media Security und Forensik“ des Fraunhofer SIT. Er studierte Informatik an der Technischen Universität Darmstadt. Im Jahr 2003 promovierte er zum Dr. Ing. zum Thema Digitale Audiowasserzeichen.
Seit Anfang 2005 ist er Mitglied in der Arbeitsgruppe Antipiraterie des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V. Seit Anfang 2006 ist er der Sprecher der Fachgruppe Steganographie und Wasserzeichen des Fachbereichs Sicherheit der Gesellschaft für Informatik. Seit 2011 ist er Mitglied im BITKOM Arbeitskreis „E-Books und Digital Publishing“, der sich auch mit Piraterieschutz beschäftigt.
Die am SIT erarbeiteten Forschungsergebnisse gibt er unter anderem in Vorlesungen, Praktika und Seminaren an der TU Darmstadt und der Hochschule Darmstadt sowie in zahlreichen nationalen und internationalen Veröffentlichungen und Konferenzen weiter. Er ist Autor oder Co-Autor von rund 140 Publikationen und an 10 Patentschriften zum Thema Mediensicherheit.
Fokusthema: Robuste Hashverfahren
CASED optimiert automatische Bilderkennung
Dr. Martin Steinebach hat mit seiner Gruppe im LOEWE-Kooperationsprojekt ForBild zusammen mit der LSK Data Systems GmbH und der TU Darmstadt bisherige Verfahren zur automatischen Bilderkennung optimiert.
Die Polizei setzt automatisierte Verfahren beispielsweise ein, um kinderpornographisches Material zu identifizieren. Die verbesserte Methode, das „Robust Hashing“, ermöglicht eine schnellere und zuverlässigere Sichtung großer Bildbestände.
Ziel ist es, den direkten Vergleich eines Betrachters zu simulieren. Wenn zwei Bilder einem Betrachter identisch erscheinen, so soll das Vergleichsverfahren ebenfalls eine Identität signalisieren. Solche Vergleichsverfahren werden als robuste Hashverfahren bezeichnet, da sie resistent gegen nicht wahrnehmbare Veränderungen sind. Wie bei herkömmlichen Hashverfahren wird aber angestrebt, selbst sehr ähnliche Bilder voneinander zu unterscheiden und nur identische Bilder als gleich zu erkennen.
Dafür werden im ersten Schritt bekannte (illegale) Bilder (siehe A in Abb.) als auf 16 x 16 Pixel reduzierte Graustufenbilder dargestellt. Von dieser vereinfachten Bildversion wird der sogenannte robuste Hashwert errechnet, eine Pixelmatrix, in der jeder Bildpunkt gemäß seiner Helligkeit weiß oder schwarz dargestellt wird (siehe B in Abb.). Neu beschlagnahmte Bilddaten werden auf die gleiche Weise bearbeitet und ihre robusten Hashwerte errechnet.
Anschließend werden die Werte mit den Hashwerten illegaler Bilder aus Datenbanken der Polizei verglichen. Gleichen sich die Werte zweier Bilder an ausreichend vielen Stellen, kann man von einer Bildkopie ausgehen.
Robust Hashing vereint die Vorteile bisheriger Methoden: es ist schnell, resistent gegen Formatwandlungen, Größenveränderungen und Spiegelungen und hat eine extrem geringe Fehlerquote von nur 1,1 Falschmeldungen pro 1.000 Bildern. Es kann als Ergänzung oder Alternative zu klassischen Verfahren eingesetzt werden.
Kurz erklärt: Was sind eigentlich...
kryptografische Hashverfahren
Kryptografische Hashwerte sind eine Art digitaler Fingerabdruck für Daten. Von einer meist sehr großen Datenmenge errechnet ein Algorithmus eine relativ kurze individuelle Zeichenreihe als Kennwert – den sogenannten Hashwert.
Dieser Wert identifiziert eindeutig die zugrunde liegenden Daten, lässt aber keine Rückschlüsse auf den Inhalt zu. Vergleichbar identifiziert ein Fingerabdruck nahezu eindeutig eine bestimmte Person, aber er verrät nicht, wie diese Person aussieht.
Im Gegensatz zu robusten Hashwerten (s. oben) verändern sich kryptografische Hashwerte schon durch kleine Veränderungen der Ausgangsdaten vollkommen. So führt beispielsweise das Austauschen einzelner Buchstaben in einem Text oder das Beschneiden einer Bilddatei zu einem völlig neuen Wert.
Kryptografische Hashwerte werden zum Beispiel für digitale Signaturen und in zahlreichen Verschlüsselungsverfahren eingesetzt. Außerdem helfen sie dabei, große Informationsmengen effizient in Datenbanken zu verwalten oder als dienen Prüfsumme zur Erkennung von Übertragungsfehlern.
Termine
- Science Tour Hessen: Wissenschaftliches Speed-Dating, 20. März 2012, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Rheinstraße 23-25 in 65185 Wiesbaden
- COSADE 2012 in Darmstadt - 3rd Intern. Workshop on Constructive Side-Channel Analysis and Secure Design, 3. - 4. Mai 2012, Darmstadt
- Secure Cloud 2012 in Frankfurt, 9. - 10. Mai 2012, Frankfurt am Main
- PKC 2012 in Darmstadt, 21. - 23. Mai 2012, Darmstadt
- TrustED 2012, 25. Mai 2012, San Francisco, USA
Workshops des CAST e.V.
- De-Mail, 26. April 2012, Darmstadt
- Enterprise Security: Compliance die unbekannte Größe in der Unternehmenssteuerung, 24. Mai 2012, Darmstadt
- SOA- und Cloud-Security, 21. Juni 2012, Darmstadt
Kontakt:
CASED
Mornewegstraße 32
64293 Darmstadt
Geschäftsstelle
Tel.: +49 6151 16-4895
E-Mail: sek
cased.de
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Anne Grauenhorst
Tel.: +49 6151 16-6185
E-Mail: anne.grauenhorst
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Weitere Informationen:
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