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Pressemitteilung des Software-Clusters (PDF-Version)
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Software-Cluster „Softwareinnovationen für das Digitale Unternehmen“ gewinnt
Spitzencluster-Wettbewerb der Bundesregierung:

Europas größter Softwarecluster: über 80 Millionen Euro für Forschung

  • Bundesforschungsministerin Annette Schavan benennt fünf Spitzencluster
  • Forschungsministerium fördert die Cluster mit insgesamt 200 Millionen Euro über fünf Jahre
  • Software-Cluster „Softwareinnovationen für das digitale Unternehmen“ ausgezeichnet
  • Cluster plant über 80 Millionen Euro für Forschung
  • Cluster-Region um die Zentren Darmstadt, Kaiserslautern, Karlsruhe, Saarbrücken und Walldorf baut Vorsprung in Europa aus
  • Software-Industrie in Deutschland gestärkt
Software-Cluster Strategieboard
Das Strategieboard des Software-Clusters

Berlin, 26. Januar 2010 — Bundesforschungsministerin Annette Schavan hat am Dienstag die Sieger der zweiten Runde des Spitzencluster-Wettbewerbs bekannt gegeben. Die fünf Gewinner fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit insgesamt bis zu 200 Millionen Euro über fünf Jahre. Unter den Gewinnern des Wettbewerbs ist auch Europas größter Softwarecluster „Softwareinnovationen für das digitale Unternehmen“. Der Cluster gilt als „Silicon Valley“ Europas und erstreckt sich über die Zentren Darmstadt, Kaiserslautern, Karlsruhe, Saarbrücken und Walldorf. In sechs Projekten sollen sowohl der Cluster selbst (Management, Vernetzung, internationale Präsenz, Aus- und Weiterbildung, Verwertung) als auch die technologische und methodische Erforschung und Entwicklung von Softwarelösungen für das digitale Unternehmen vorangetrieben werden. Allein diese Projekte haben einen Gesamtumfang von über 80 Millionen Euro, hiervon über 40 Millionen Euro Eigenanteil durch die Partnerinstitutionen.

Weitere Ziele sind die Ausbildung von 5.000 Fachkräften in 5 Jahren, die Gründung von 30 Firmen im Kernbereich des Clusters und die Ansiedlung führender ausländischer Unternehmen in der Cluster-Region. Mit der Förderung durch das Bundesforschungsministerium möchten die Partner Europas größten Softwarecluster zu einem Technologiezentrum von globaler Bedeutung weiterentwickeln. Mit der Entscheidung stärkt die Bundesregierung die Software-Industrie in Deutschland. Aktuelle Studien prognostizieren 430.000 neue Arbeitsplätze in der Software-Industrie bis zum Jahr 2030. Software gilt schon heute als Schlüsseltechnologie zur Steigerung von Wertschöpfung und Produktivität.

Mit dem Wettbewerb möchte das Ministerium die Innovationspolitik in Deutschland stärken. Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft sollen ihre Ideen schneller in neue Produkte und Dienstleistungen umsetzen und ihre vorhandenen Stärken besser nutzen. Im Software-Cluster sind die großen deutschen Hersteller von Unternehmenssoftware IDS Scheer AG, SAP AG und Software AG sowie über 350 kleine und mittlere Unternehmen der Unternehmenssoftwarebranche wie die IMC AG, die Seeburger AG, die proAlpha Software AG und die intelligent views gmbh vertreten.

Die drei führenden Informatikforschungszentren (DFKI, Fraunhofer, FZI) und die renommierten Informatikfakultäten der TU Darmstadt, vertreten durch das LOEWE-Zentrum CASED, der TU Kaiserslautern, dem Karlsruher Institut für Technologie und der Universität des Saarlandes bringen ihre Kompetenzen in Forschung, Entwicklung und Ausbildung in den Cluster ein. Langfristig möchte der Spitzencluster zum weltweit führenden Technologiezentrum im Bereich emergente Software für digitale Unternehmen werden. Schon heute ist die Region als „Silicon Valley“ Europas bekannt.

Emergente Software kombiniert dynamisch und flexibel eine Vielzahl von Komponenten unterschiedlicher Hersteller, um die hochkomplexen Anforderungen globalisierter Unternehmen zu erfüllen. Diese Software passt sich dynamisch an die Anforderungen aus dem Markt und im Geschäftsumfeld an, unterstützt komplexe und dynamische Unternehmensnetzwerke, und ermöglicht innovative Dienstleistungen im zukünftigen Internet. Das Prinzip der emergenten Software gilt als Schlüsselinnovation für das digitale Unternehmen und das Internet der Zukunft.

Es gilt die Transformation von Unternehmen, die IT bisher nur als Werkzeug zur Unterstützung ihrer traditionellen Prozesse verwenden, zu vollständig digitalen Unternehmen zu ermöglichen. Zukünftig werden Volkswirtschaften und Wohlstand in der Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft davon abhängen, wie gut es den Unternehmen gelingt, sich als digitale Unternehmen zu positionieren.

ZITATE

Prof. Dr. Johannes Buchmann, CASED: "Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Unternehmen setzt das Spitzencluster ein riesiges Innovationspotenzial frei. Aus den einzelnen Teilen wird so mehr als ein Ganzes. Für CASED ist der Spitzencluster ein weiterer Erfolg und ein Ansporn, auch zukünftig an der globalen Erfolgsgeschichte der Informationstechnologie mitzuschreiben."

Prof. Dr. Wolfgang Wahlster, DFKI: „Der Spitzencluster wird in unseren drei Living Labs eine enorme Schubkraft bei der praktischen Umsetzung unserer Forschungsexzellenz in disruptive Produktfunktionen entfalten und so die IKT als Innovationsmotor Nr. 1 zum Turbolader für neues Wirtschaftswachstum machen.“

Prof. Dr. Dr. h. c. Dieter Rombach, Fraunhofer IESE: „Die für Deutschland und Europa einmalige Qualität und Quantität von Forschungskompetenz und Softwarefirmen hat das Potential, einer führenden, internationalen Marktposition für innovative Geschäftsprozess-Software auf der Basis emergenter Prinzipien.“

Dr. Volker Zimmermann, IMC AG: "Das Spitzencluster Software spiegelt den Trend zu Unternehmenslösungen wieder, die nicht mehr von einem Hersteller kommen, sondern von Anbietern, die gemeinsam ihre Lösung als Service anbieten. Für die IMC ist dies die Chance, als mittelständisches Unternehmen die Zusammenarbeit mit andern "Hidden Champions" und globalen Playern zu beschleunigen".

Peter Gérard, IDS Scheer AG: „Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, die Jury von unserer langfristige Clusterstrategie zu überzeugen. Wie den anderen beteiligten Unternehmen auch, war es IDS Scheer ein besonderes Anliegen, durch zielgerichtete Forschung und Entwicklung, aber auch die Vernetzung von Wissen und Fähigkeiten, die Grundlage dafür zu schaffen, dass innovative Produkte und Dienstleistungen schneller und damit erfolgreicher am Markt umgesetzt werden können. Wir stellen uns gerne der Herausforderung, nun unsere Ideen und Konzepte in den geplanten Spitzenclusterprojekten zu realisieren.“

Jörg Kleinz, intelligent views gmbh: „Die Spitzenclusterförderung ist eine wichtige Grundlage dafür, dass Softwareinnovationen für digitale Unternehmen entstehen können und dass wichtige Beitrage von kleinen und mittleren Softwareunternehmen optimal eingebracht werden können. Die Software-Industrie ist einer der Zukunftstreiber für unser Land und gerade im Bereich Unternehmenssoftware führend. Als kleines Unternehmen sind wir natürlich froh im Strategieboard bei diesem Projekt unseren Beitrag leisten zu können und verstehen unsere Aufgabe neben dem Einbringen unserer semantischen Technologie auch darin, die Sichtweise von KMU zu vertreten.“

Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer, BITKOM: „Der Ausbau des international wettbewerbsfähigen Software-Clusters ist eine Grundvoraussetzung zur Schaffung international konkurrenzfähiger Einheiten.“

Werner Ernst, proALPHA Software AG: „Immer komplexer werdende Unternehmensprozesse müssen sich automatisch an veränderte Rahmenbedingungen anpassen können. Das ereignisgesteuerte proALPHA Workflowmanagement ist eine hervorragende Grundlage, die aber nur auf der Basis globaler Standards die nötige Wirkung entfalten kann. Die kooperative Zusammenarbeit von mittelständischen Unternehmen wie proALPHA mit Forschungsinstituten und den Großen der Branche im Rahmen solcher Spitzencluster ist eine notwendige Voraussetzung dafür.“

Léo Apotheker, SAP: „Die Förderung von Spitzenclustern ist der richtige Ansatz, um Deutschlands technologische Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und somit nachhaltiges Wachstum und zukunftssichere Arbeitsplätze zu schaffen. Die Auszeichnung des erfolgreichen Clusters „Softwareinnovationen für das Digitale Unternehmen“ als Spitzencluster durch das Bundesforschungsministerium ist besonders erfreulich, weil damit die strategische Bedeutung von Unternehmenssoftware in einer weltweit vernetzten Geschäftswelt hervorgehoben wird. Innovative Software unterstützt dynamische Prozesse und gewährleistet Transparenz für alle Unternehmensbereiche und über Unternehmensgrenzen hinweg. Der Cluster birgt daher großes Potenzial für die gesamte Wirtschaft in der Internet-Gesellschaft.“‪

Bernd Seeburger, Seeburger AG: „Das Vorhaben ist für die SEEBURGER AG von besonderer Bedeutung, da es nicht nur die Regionen stärken wird, sondern auch deutschlandweit Signalwirkung entfalten kann. Gerade als mittelständisches Unternehmen, wo die vorhandenen Ressourcen schnell begrenzt sind, bieten sich hier gute Chancen, im Verbund mit Forschungsinstituten und Softwareherstellern neue innovative Impulse zu bekommen.“

Karl-Heinz Streibich, Software AG: “Ich freue mich sehr, dass wir den Spitzencluster-Wettbewerb von Bundesforschungsministerin Annette Schavan gewonnen haben. Es war immer unser Ziel, zusammen mit allen Partnern in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, unser Software-Cluster weltweit bekannt zu machen. Ich bin mir sicher, dass wir mit der Unterstützung durch die Bundesregierung dieses Ziel erreichen können. Beispiele wie Silicon Valley oder Bangalore zeigen, dass gerade in der IT- und Softwareindustrie international führende Unternehmen in Clustern entstehen. Der Konsolidierungsprozess im Softwaremarkt ist im vollen Gange. Cluster und Allianzen bieten einen Lösungsansatz um die europäische Softwareindustrie zu stärken. Das Software-Cluster ist damit unverzichtbarer Teil einer erfolgreichen Innovationspolitik in Deutschland.“

Ansprechpartner für die Presse:

Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)
Reinhard Karger, DFKI, +49 (0)681-302-5253, reinhard.karger{at}dfki.de

Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE
Alexander Rabe, Fraunhofer IESE, +49 (0)631-6800-1002, alexander.rabe{at}iese.fraunhofer.de

IDS Scheer AG
Irmhild Plaetrich, IDS Scheer, +49 (0)681-210-3680, irmhild.plaetrich{at}ids-scheer.com

SAP AG
Hilmar Schepp, SAP AG, +49 (0) 62 26-74 67 99, hilmar.schepp{at}sap.com

SEEBURGER AG
Konstanze Prinz, SEEBURGER AG, +49 (0)7252-96-1117, k.prinz{at}seeburger.de

Software AG
Norbert Eder, Software AG, +49 (0) 6151- 92-1146, Norbert.Eder{at}softwareag.com

Technische Universität Darmstadt
Jörg Feuck, TU Darmstadt, +49 (0)6151-16-4731, feuck{at}pvw.tu-darmstadt.de

Software-Cluster "Softwareinnovationen für das digitale Unternehmen“

Die Ziele:

Digitale Unternehmen arbeiten in hochflexiblen Internet-basierten Unternehmensnetzen und richten ihre Geschäftsmodelle und -prozesse dynamisch darauf aus: Alle Daten über Prozesse, Betriebsmittel und Ressourcen der realen Unternehmenswelt stehen jederzeit in genauer zeitlicher und räumlicher Auflösung für Planung, Steuerung und Optimierung zur Verfügung. Ziel des Software-Clusters ist es, die Transformation von Unternehmen zu vollständig digitalen Unternehmen zu ermöglichen, in denen IKT der entscheidende Treiber für Produkt- und Prozessinnovationen ist. Studien prognostizieren bis zum Jahr 2030 für die Softwareindustrie 430.000 neue Arbeitsplätze in Deutschland. Weitere Ziele des Software-Clusters sind die Ausbildung von 5.000 Fachkräften in 5 Jahren, die Gründung von 30 Firmen im Kernbereich des Clusters, die Ansiedlung führender ausländischer Unternehmen in der Clusterregion. Auf der Basis aktueller Zahlen werden so mindestens 300 Mio. € investiert.

Der Weg:

Das Software-Cluster entwickelt in sechs Projekten Konzepte, Technologien und Geschäftsprozesse für emergente Software – ein Innovationssprung im Bereich der Unternehmenssoftware, der einer der wichtigsten Bereiche der deutschen Volkswirtschaft ist. Emergente Software kombiniert dynamisch und flexibel eine Vielzahl von Komponenten unterschiedlicher Hersteller, um die hochkomplexen Anforderungen digitaler Unternehmen zu erfüllen. Die Umsetzung der Cluster-Ziele erfordert eine gemeinsame Anstrengung von Wirtschaft und Wissenschaft und eine organisationsübergreifende Kooperation im Software-Cluster.

Die Region:

Das Software-Cluster erstreckt sich um die Zentren Darmstadt, Kaiserslautern, Karlsruhe, Saarbrücken und Walldorf.

Die Partner:

Strategieboard: DFKI - Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering, IDS Scheer AG, IMC information multimedia communication AG, intelligent views gmbh, proAlpha Software AG, SAP AG, Seeburger AG, Software AG, Technische Universität Darmstadt

Industrie & regionale IT-Netzwerke: CAS Software AG, Competence Center Computer Science, ConWeaver GmbH, Corisecio GmbH, CyberForum e.V., Dacos Software GmbH, 1&1 Internet AG, EUROSEC GmbH, IHK Darmstadt Service GmbH, Insiders Technologies GmbH, John Deere Werke Mannheim, KOBIL Systems GmbH, mineway GmbH, Netbiscuits GmbH, Ontoprise GmbH, SIEDA GmbH, Sirrix AG, STI Software Technologie Initiative Kaiserslautern e.V., Technologie-Initiative smartFactory KL e.V.

Forschung & Entwicklung: DFKI - Innovative Retail Laboratory, Forschungszentrum Informatik an der Universität Karlsruhe, Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung, Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie, Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik, KIT (Karlsruher Institut für Technologie), Technische Universität Kaiserslautern, Universität des Saarlandes

Die Projektlaufzeit: 5 Jahre (Start 04/10 - Ende 03/15)

Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Gesamtumfang etwa 88 Mio. €.

Zentraler Ansprechpartner:

Gino Brunetti

Leiter der Koordinierungsstelle des Software-Clusters
Software-Cluster/CASED
Mornewegstraße 32
64293 Darmstadt
Tel.: +49 6151 16-70821
Fax: +49 6151 16-4825
gino.brunetti{at}cased.de

Webseite: www.software-cluster.org oder www.software-cluster.com

Presseinformation der Software AG

Paris und Darmstadt, 20. Januar 2010

Truffle Capital: Region Rhein-Main-Neckar ist das Zugpferd der europäischen Softwarebranche

  • Region Rhein-Main-Neckar ist offiziell das „Silicon Valley” Europas
  • Knapp über 50 Prozent des Gesamtumsatzes der hundert größten Softwareunternehmen Europas werden von Firmen in der Region Rhein-Main-Neckar erwirtschaftet
  • Auf Platz 2 des Rankings steht die Region Paris und liegt damit vor London

Truffle Capital, das führende europäische Private-Equity-Unternehmen, veröffentlichte heute die erste Ausgabe seiner Studie „Truffle 100 European Clusters", ein Ranking der 42 europäischen Regionen, die eine wichtige Rolle in der Softwarebranche spielen. Laut dieser Bewertungsliste erwirtschaften Unternehmen in der Region Rhein-Main-Neckar 50 Prozent des weltweiten Umsatzes der hundert führenden europäischen Softwareanbieter. Ausdrücklich hebt die Studie die Rolle der Region Rhein-Main-Neckar hervor und bezeichnet sie als das „Silicon Valley” Europas. Auf Platz 2 nennt die Studie die Region Paris, auf Platz 3 den Nordosten Großbritanniens. Das Cluster-Ranking basiert auf den Ergebnissen des „Truffle 100 Europe“ des Jahres 2009, einer Bewertungsliste, die mit Unterstützung der europäischen Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien, Viviane Reding (Video-Interview) und in Zusammenarbeit mit dem französischen Analystenhaus CXP und der „Top 100 Research Foundation" erarbeitet wurde.

Besonders hervorzuheben sind folgende Ergebnisse des Rankings „Truffle 100 European Clusters":

1. Mit 12,5 Milliarden Euro softwarebezogener Umsätze im Jahr 2009 ist die Region Rhein-Main-Neckar mit Frankfurt als ihrem wirtschaftlichen Zentrum die führende europäische Region in der Softwarebranche.

2. Auf Platz 2 folgt die Region Paris mit einem Umsatz von 2,4 Mrd. Euro im Jahr 2009, noch vor London.

3. Bayern, das Rheinland, Berlin, Baden und das Saarland sind weitere deutsche Regionen, die im Ranking genannt werden.

„Wir freuen uns, dass die Region Rhein-Main-Neckar als das Zentrum der europäischen Softwareindustrie zunehmend Anerkennung findet“, kommentierte Karl-Heinz Streibich, Vorsitzender des Vorstands der Software AG, dem zweitgrößten europäischen Softwareunternehmen, das gute Abschneiden der Region. „Nur fünf der über 5.000 Softwareunternehmen in der Region sind unter den einhundert führenden Softwarefirmen Europas. Das Wachstumspotenzial für die Softwarebranche in der Region Rhein-Main-Neckar ist damit enorm. Langfristig sollte es unser Ziel sein, dass es in Europa einhundert Softwareunternehmen mit einem Umsatz von mindestens 100 Mio. Euro gibt. Dies wäre ein wichtiger Durchbruch, um Europa als global führende wissensbasierte Volkswirtschaft und Gesellschaft zu etablieren.”

Roland Koch, Hessischer Ministerpräsident, sagte: „Wir sehen mit Stolz und großer Freude, dass sich die jahrelange Zusammenarbeit für den Standort Rhein-Main-Neckar und die Region Südhessen auszahlt. Zu der Entwicklung, dass die Region nun mit Abstand an der europäischen Spitze steht, hat neben dem großen Engagement der Unternehmen auch die Etablierung des Cluster-Managements beigetragen, das die Hessische Landesregierung mit Nachdruck unterstützt hat. Die IT-Industrie ist schon heute eine der Schlüsselindustrien – ihre Bedeutung wird in den kommenden Jahren weiter wachsen. Das Land Hessen und die Wirtschaft müssen mit weiteren Investitionen in Forschung, Entwicklung und Arbeitsplätze dafür Sorge tragen, diese Position zu verteidigen und auszubauen.“

Die Bewertungsliste „Truffle 100 Europe" wurde 2006 von Truffle Capital und Bernard-Louis Roques ins Leben gerufen und hat sich seitdem als das Benchmark-Tool etabliert, das zur Messung der Geschäftsaktivitäten der europäischen Softwareindustrie herangezogen wird. Truffle Capital hat nun zum ersten Mal die Studie „Truffle 100 European Clusters" herausgegeben. Sie basiert auf den Daten des „Truffle 100 Europe" aus dem Jahr 2009 und ist die erste Untersuchung, die sich der Bedeutung der führenden Regionen Europas für die Softwarebranche widmet.

Bernard-Louis Roques, CEO, Mitgründer und Partner von Truffle Capital, dazu: „Das Ranking „Truffle 100 European Clusters" ist eine Übersicht über die Regionen, die in der europäischen Softwarebranche eine Rolle spielen. Diese Art der Studie wurde zum ersten Mal durchgeführt, und wir freuen uns, sagen zu können, dass sie überaus wertvolle Informationen geliefert hat. Besonders hervorzuheben ist dabei die durch die Studie ermittelte Rolle der Region Rhein-Main-Neckar, die zu Recht als „Silicon Valley“ Europas bezeichnet werden kann. Das Ranking „Truffle 100 European Clusters" ergänzt die Analyse dieser Branche um eine weitere Dimension, und wir sind sicher, dass dieses Ranking zu einem Benchmark für den europäischen Softwaresektor werden wird.“

Presseinformation der IHK Darmstadt Rhein Main Neckar

Darmstadt, 17. September 2009

Software-Cluster nimmt Fahrt auf

Land übergibt Fördermittelbescheid bei der IHK / Finanzierung der Cluster-Entwicklung in der Region für drei Jahre gesichert

Das Software-Cluster Rhein Main Neckar der Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt Rhein Main Neckar, der Technischen Universität (TU) Darmstadt und Unternehmenspartnern steht für die kommenden Jahre finanziell auf sicheren Füßen: Die Sprecher des Software-Clusters, Prof. Dr. Johannes Buchmann von der TU Darmstadt und Dr. Roland Lentz von der IHK Darmstadt, haben am Donnerstag, 17. September 2009, einen Zuwendungsbescheid des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung über 345.000 Euro entgegen genommen. Steffen Saebisch (FDP), Staatssekretär im Hessischen Wirtschaftsministerium, überreichte den Bescheid.

Austausch intensivieren

Damit ist nun die Finanzierung des Projektes, mit dem die internationale Wettbewerbsfähigkeit der IT-Branche in der Region Darmstadt Rhein Main Neckar weiter gestärkt werden soll, gesichert. Ziel ist es, die Region als weltweit leistungsstarkes Netzwerk und Innovationszentrum in der Informations- und Kommunikationstechnologie weiter zu entwickeln und bekannt zu machen. Ein Schritt in diese Richtung wird sein, den Informationsaustausch insbesondere zwischen kleinen und mittelständischen IT-Unternehmen zu intensivieren. Außerdem soll der Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Unternehmen ausgebaut werden.

50 Prozent der Projektkosten des Software-Clusters Rhein Main Neckar werden durch die IHK Darmstadt, die TU Darmstadt und die Partner Software AG, SAP AG und IDS Scheer AG finanziert. Das Land Hessen unterstützt das Cluster über einen Zeitraum von drei Jahren mit weiteren 50 Prozent aus Mitteln des Europäischen Fonds zur regionalen Entwicklung (EFRE). Der Gesamtetat des Projektes beträgt 700.000 Euro.

Koordinator sitzt in der IHK Darmstadt

Für die praktische Umsetzung des Projektes ist Cluster-Manager Jürgen Ackermann zuständig. Er hat sein Büro in der IHK Darmstadt und ist seit April dieses Jahres im Einsatz für das Software-Cluster. Die strategischen Ziele des Projektes werden im Lenkungsausschuss des Software-Clusters Rhein Main Neckar festgelegt. In dem Ausschuss sitzen Vertreter der Cluster-Partner von IHK Darmstadt, TU Darmstadt, Software AG und SAP AG.

Kontakt:
Jürgen Ackermann,
Cluster-Manager,
c/o IHK Darmstadt,
Telefon: 06151 871-129,
E-Mail: ackermann{at}darmstadt.ihk.de

Dr. Roland Lentz, Clustersprecher für die Wirtschaft im Software-Cluster Rhein Main Neckar: „Die IHK Darmstadt setzt schon seit vielen Jahren auf Netzwerke. Ein Beispiel ist das erfolgreiche Portal IT4work. Die finanzielle Förderung des Software-Clusters durch das Land Hessen bestätigt daher nur das, was wir schon lange wissen: In der engeren Zusammenarbeit zwischen der Wissenschaft und den Unternehmen liegt die Zukunft unserer Region. In diesem Verbund können Innovationen und Produkte entwickelt werden, die die Unternehmen langfristig wettbewerbsfähig machen. Hier entstehen Arbeitsplätze. Wir sind davon überzeugt, dass die Unternehmen und Forscher des Software-Clusters in drei Jahren nicht nur vom Netzwerk profitieren, sondern das Cluster auch auf eigenen Füßen stehen kann.“

Prof. Dr. Johannes Buchmann, Clustersprecher für die Wissenschaft im Software-Cluster Rhein Main Neckar: „Der Cluster wird die traditionell gute Zusammenarbeit zwischen den bedeutenden Darmstädter Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen einerseits sowie der Wirtschaft andererseits weiter stärken. Die Kooperation umfasst die wichtigen Bereiche Forschung und Entwicklung, Wissenstransfer sowie Qualifizierung von Fach- und Führungskräften. Damit wird die Region zum Vorreiter in einem der wichtigsten Bereiche der deutschen Volkswirtschaft.“

Norbert Eder, Vice President Corporate Communications der Software AG: „Heute ist ein wichtiger und entscheidender Tag für das regionale Software-Cluster. Unsere Zukunft und Chance für den IT Standort Rhein-Main-Neckar liegt in der Clusterbildung, dies zeigen die Clustererfolge in Oulu, Bangalore oder im Silicon Valley sehr deutlich. Clusterbildung bringt mehr Sichtbarkeit für jeden Einzelnen und somit bessere Geschäftschancen. Die Potenziale eines Software-Clusters, wie die globale Stärke im Bereich der Unternehmenssoftware, müssen genutzt und ausgebaut werden. Das hilft nicht nur der Region, sondern auch dem Wirtschaftsstandort Deutschland.“

Steffen Saebisch, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung (FDP): „Nach unserer Vorstellung von einer marktwirtschaftlich ausgerichteten Wirtschaftspolitik ist es nicht die Aufgabe des Staates, Cluster bestimmter Branchen in bestimmten Regionen zu etablieren. Aufgabe des Staates kann und soll es aber sein, bestehende und entstehende Cluster im Aufbau ihrer Netzwerkstrukturen und ihrer Netzwerkaktivitäten zu unterstützen. Wir verstehen dabei die Förderung von Cluster-Netzwerken als Teil der Innovationsförderung.“

Industrie- und Handelskammer Darmstadt - Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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"Software-Cluster auf einen Blick"

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